Drachen- die Zweite: Nicht nur wir erziehen das virtuelle Haustier, nein: es erzieht auch uns!


22. Februar 2011 | 15:41 Uhr

Einst habe ich aus der Not eine Tugend gemacht: da ich mir die rechte Hand verbrannt hatte, konnte ich schlecht am Computer oder mit der rechten Hand schreiben. So kam ich an die Spracherkennungssoftware in der Form meines modernenHaustiers, Namens Drache “Dragon”. Das war vor etlichen Jahren, als Spracherkennungssoftware leider noch keine alltagstaugliche Qualität hatte.
Nun, im Jahr 2011 sieht das anders aus: Die eben genannte Software ist inzwischen richtig gut, wenn man sie ein wenig trainiert unsere Sprache zu erkennen und in Schrift umzusetzen. Aber dem Erfolg sind manchmal Grenzen gesetzt, die wir nicht der Software anlasten können.

Wenn der Drache seinen Besitzer “erzieht”:
Ich habe festgestellt, dass mein “Dragon” nur so gut schreibt, wie ich deutlich spreche. Und an genau an diesem Punkt erzieht mein Drache mich. Statt mich zu ärgern, registriere ich, dass meine Aussprache wahrscheinlich doch nicht deutlich genug war. Das entscheidende Kriterium für den Erfolg dieser Software ist nicht ein langsames Sprechtempo, sondern eine deutliche Aussprache. Diese Lektion habe ich gelernt, bzw. bin dabei, sie noch zu lernen.

Drachen mögen nicht, wenn ihre Besitzer nuscheln, dann parieren sie einfach nicht
Nach wie vor bin ich aber zufrieden mit diesem, meinem neuen Haustier. Durch sein fehlerhaftes Schreiben merke ich, dass ich deutlicher sprechen muss. Okay, Lektion verstanden!
Wenn es nicht weiß, was ich meine, sagt es mir: “Sag das noch einmal”. Das ist mir lieber, als wenn es glaubt, es hätte mich verstanden und schreibt dann irgendeinen Unsinn.

Zum Glück kann ich aber weiterhin wählen, mit 10 Fingern zu schreiben. So wie jetzt.

Geschrieben in: Alltag | Flow im Alltag | Humor | Kreatives


Klicken Sie hier um Ihren XING-Kontakten einen Hinweis auf diesen Artikel zu geben.

3 Kommentare

  • Kommentar von GaidaMarketing
    22. Februar 2011 um 18:57 Uhr

    Ich bin auch seit ein paar Wochen dabei, mir einen kleinen Drachen zu zähmen. Und auch meiner faucht, wenn ich nuschle, oder schreibt dann aus Trotz wirres Zeug ;)
    Inzwischen habe ich aber ein gutes Mittelchen dagegen gefunden, das ich damals, vor gefühlten 100 Jahren im Gesangsunterricht gelernt habe: Den Korken einer Weinflasche nehmen, ein Ende davon mit den Zähnen festhalten und dann mit diesem Hindernis im Mund möglichst deutlich ein paar Sätze sprechen. Das ist ganz schön anstrengend, aber wenn man anschließend den Korken wieder herausnimmt, spricht man automatisch deutlicher und weniger nuschelig. Allerdings nur, wenn man zuvor nicht die Weinflasche leer getrunken hat ;)

  • Kommentar von Dagmar von Consolati
    22. Februar 2011 um 19:25 Uhr

    Danke für den Tipp! Das ist doch ein guter Grund, einen guten Wein zu kaufen….
    Spannend finde ich, dass anscheinend viele Menschen inzwischen auf den Drachen (nicht auf den Hund) gekommen sind. ;-)
    Manchmal finde ich die Verschreiber meines Drachen sehr witzig. Leider überhaupt nicht, wenn ich es sehr eilig habe. Dann hat der kleine Kerl einfach zu spuren. Und sich nicht taub zu stellen …

  • Pingback von Wo Drachen Urlaub machen….. - advance – Institut für neues Lernen
    4. September 2011 um 21:04 Uhr

    [...] die Domäne der Software gehalten haben ( Spracherkennungssoftware “Dragon”) hier  und hier schon einmal von mir ausführlich beschrieben, erstaunt es Sie [...]

Hinterlasse einen Kommentar